Elbsandsteingebirge – Malerweg #4: Von Ostrauer Mühle bis Neumannmühle

Gut gestärkt machten wir uns nach dem Frühstück erneut auf den Weg. Wie nicht anders zu erwarten, begann der Malerweg auch heute mit einem kräftigen Anstieg. Die Sonne lachte von einem fast wolkenlosen Himmel und als wir etwa 150 Höhenmeter überwunden hatten, erreichten wir das Schrammtor und damit den Einstieg in die wild zerklüfteten Schrammsteine.

Für uns begann damit der landschaftlich schönste Teil des gesamten Malerwegs. Zunächst verlief der Pfad noch ein Stück am Fuß der Felsen entlang, doch dann ging es auf dem Jägersteig über Leitern und Treppen steil hinauf auf den Schrammsteingrat. Von hier gab es echte Fünf-Sterne-Aussichten auf die umliegende Landschaft und die bizarren Felsformationen.

Kleine Brücken und Treppen erleichterten das Vorankommen auf dem Gratweg, der dann langsam wieder etwas sanfter über die Höhen verlief, ohne dass das die ständigen Weitblicke geschmälert hätte. Gut vier Kilometer lang war dieser Abschnitt, bevor es über die kleine Domstiege wieder hinab ins Sandloch ging. Der Name Sandloch kommt übrigens nicht von ungefähr, denn durch den verwitternden Sandstein kam am Fuß der Felsen streckenweise echtes Dünenweg-Feeling auf.

Ein breiter Forstweg brachte uns zurück ins Kirnitzschtal, wo wir der Straße ein Stück talaufwärts folgten und am Lichtenhainer Wasserfall mit hängender Zunge den dortigen Biergarten enterten. Auch dieser Wasserfall verfügt oberhalb über ein Stauwehr, um statt dürftigem Plätschern in halbstündigen Abständen einen mächtigen Schwall präsentieren zu können.

Vorbei an der Endstation der Kirnitzschtalbahn, einer Überlandstraßenbahn nach Bad Schandau, gingen wir nun wieder bergan, bis wir den Kuhstall erreichten. Der Kuhstall ist das zweitgrößte Felsentor im Elbsandsteingebirge und wirkt durch die Breite des Felsens fast schon wie eine Höhle. Die Himmelsleiter, eine steile Treppe in einem sehr schmalen Felsspalt führte uns auf den Kuhstall, von wo aus man mal wieder einen tollen Ausblick hatte.

Über den Haussteig und die Ferkelschlüchte gelangten wir erneut zurück ins Kirnitzschtal. Vom Etappenziel Neumannmühle brachte uns ein Linienbus schließlich in unser Gasthaus im wenige Kilometer entfernten Hinterhermsdorf. Gut verpflegt konnten wir dort auf der Terrasse des Restaurants auf einen fantastischen Wandertag zurückblicken.

volle Distanz: 17.24 km
Maximale Höhe: 450 m
Minimale Höhe: 135 m
Gesamtanstieg: 750 m
Gesamtabstieg: -683 m