Afrika 2017: Im Moremi-Wildreservat

Zum Frühstück musste eine Tasse Kaffee und ein frisch gebackener Muffin reichen, denn kurz nach Sonnenaufgang wollten wir uns auf einen Rundgang durch den Busch begeben. Vor dem Busch stand allerdings erst einmal die Sicherheitseinweisung durch unseren Ranger Allan – wir wussten ja schließlich nicht, was uns in den nächsten 2-3 Stunden so begegnen sollte.

Auf dem Weg aus dem Camp heraus zeigte uns Allan dann anhand einiger Spuren, dass wir in der letzten Nacht zwischen unseren Zelten Besuch von Hyänen hatten, wobei zwei Mitreisende die Mäuse in ihrem Badbereich als bedeutend beeindruckender schilderten.

Im Gänsemarsch liefen wir entlang des Khwai-Flusses durch den lichten Wald und wann immer sich interessante Pflanzen oder Spuren fanden, wusste Allan uns viel über die jeweiligen Hintergründe zu erzählen.

An Tieren zeigten sich zunächst nur ein paar Antilopen und einige Honigdachse und auch das nur aus großer Entfernung, denn als Menschengruppe erregten wir deutlich mehr Aufmerksamkeit als tags zuvor im Jeep. Doch die Natur um uns herum und Allans Ausführungen zu den großen Termitenhügeln waren auch so spannend genug.

Frische Leopardenspuren auf unserem Pfad trieben dann den Puls ein wenig in die Höhe. Allerdings sollten wir die Raubkatze nicht zu Gesicht bekommen, was unserem Ranger jedoch eher recht zu sein schien.

Tolle Fotomotive bekamen wir wenig später trotzdem vor die Linse. Hinter einer Flussbiegung hatte sich laut grunzend eine beachtliche Flusspferdherde zum erfrischenden Bad getroffen. Mit einer Mischung aus Neugier und Mißtrauen wurden wir unentwegt beäugt und ihr könnt es ruhig glauben: wenn da kein Zaun oder Graben wie im Zoo zwischen Mensch und Tier ist, wirken die eh schon gewaltigen Flusspferde gleich noch viel größer.

Der unerwartete Auftritt eines Elefanten rundete den Spaziergang noch ab und nach unserer Rückkehr zur Lodge gab es dann erst einmal ein ausgiebiges Frühstück.

Den Tag verbrachten wir auf der wunderschönen Terrasse der Lodge mit Blick auf den Khwai. Zwei Schreiseeadler gaben sich die Ehre und einige Antilopen kamen zum Fluss, um ihren Durst zu löschen.

Nachmittags bestiegen wir dann wieder die Jeeps und starteten zur nächsten Pirschfahrt in die nähere Umgebung. Neben einer Herde Wasserböcke bekam wir erneut zahlreiche Elefanten zu sehen. Zwei von ihnen standen dann dummerweise noch genau auf dem Uferweg, über den wir unseren Picknickplatz erreichen wollten und signalisierten nur geringe Bereitschaft, das Feld zu räumen. Allan steuerte seinen Jeep schließlich nach einigem Abwarten ruhig auf die Elefanten zu und quetschte sich an ihnen vorbei, was wegen des geringen Abstands bei den Passagieren in Jeep 1 zu stark erhöhtem Puls führte. Dem zweiten Wagen ließen die Dickhäuter dann deutlich mehr Platz.

Auf einer kleinen Lichtung am Ufer des Khwai hatte das Lodge-Team bereits ein Paar Snacks vorbereitet, gekühlte Getränke wurden gereicht und während vor uns ein paar Flusspferde im flachen Wasser gurgelten, packte die Natur mal wieder einen Sonnenuntergang von der perfekten Sorte aus.

Die Feuerstelle der Lodge bot dann später am Abend einen schönen Rahmen, um den tollen Tag in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen.