Afrika 2017: Vom Etosha-Nationalpark nach Okahandja

Tja, da war dann noch die Sache mit den Löwen. Ja, wir hatten vor ein paar Tagen einen gesehen, aber fast auch schon eher erahnen müssen. Da man im Etosha-Nationalpark allerdings morgens ganz gute Chancen auf Löwensichtungen hat, boten uns Reiseleiterin Gaby und Fahrer Brian eine kleine Tour vor dem Frühstück an.

Kurz nach Sonnenaufgang starteten wir daher aus dem Okaukuejo-Camp in nördlicher Richtung, doch an allen von uns angefahrenen Stellen herrschte gähnende Leere. Kurz vor dem Aufgeben, unternahmen wir noch einen letzten Versuch an einem östlich vom Camp gelegenen Wasserloch und da hatten wir dann endlich Erfolg. Drei Löwen, die kurz zuvor am Wasserloch gewesen waren, zogen in aller Seelenruhe von dannen. Würden wir auf hohem Niveau ein wenig jammern wollen, hätten sie gerne noch etwas näher sein dürfen, doch immerhin hatten wir vollkommen freie Sicht auf die großen Raubkatzen.

Zufrieden wurde wenig später das Frühstück verputzt und bald darauf verließen wir den Etosha-Nationalpark durch das Andersson Gate nach Süden. An einem Feld mit jeder Menge rötlichen Termitenhügeln legten wir eine kurze Fotopause ein.

Etwas später fürchteten wir dann allerdings einen längeren Zwangshalt, denn ein lauter Knall unter dem Fahrzeugboden ließ nichts Gutes ahnen. Wir hatten eine Reifenpanne, aber zum Glück war es kein Platten, sondern es hatte sich lediglich ein Teil der Lauffläche gelöst. Ein weiterer glücklicher Umstand war, dass wir nur noch etwa 10 Kilometer von der nächsten größeren Stadt Otjiwarongo entfernt waren. Mit gebremstem Schaum brachte Brian den LKW bis in die Stadt, wo wir eine Mittagspause machten, während er in einer Werkstatt einen der Ersatzreifen montieren ließ.

Ohne weitere Zwischenfälle erreichten wir am frühen Nachmittag Okahandja. Auf dem dortigen Holzschnitzermarkt wurde unter wildem Gefeilsche die Urlaubskasse ein wenig erleichtert, bevor wir die restlichen paar Kilometer zur unserer letzten Unterkunft in Angriff nahmen.

Das Elegant Farmstead, eine ehemalige Missionsstation, war eine wunderschön angelegte, kleine Lodge, in der wir nach der anstrengenden Tour durch drei Länder gerne noch ein wenig entspannt hätten, doch leider sollte es morgen bereits wieder nach Hause gehen. Immerhin durften wir so den letzten Abend in Namibia noch einmal in einer sehr angenehmen Atmosphäre verbringen.