Azoren: Pico – In der Unterwelt

Heute ging es in die Unterwelt von Pico. Allerdings erst nach einem Abstecher in die Weinbauregion um Madalena und einer kleinen Tour durch den Westen der Insel.

Irgendwie schienen die Kühe in der Gegend heute einen Wandertag gehabt zu haben, denn auf den Straßen waren fast mehr Schwarz- und Rotbunte unterwegs als Autos.

Am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich die Gruta das Torres, eine der längsten Lavaröhren Europas. Eine solche Höhle entsteht, wenn bei einem Vulkanausbruch ein Lavastrom an der Oberfläche erstarrt, die noch flüssige Lava darunter aber weiterströmt und die Röhre schließlich leerläuft.

Die Gruta das Torres hat eine Länge von 5,5 Kilometern, von denen etwa 500 Meter begehbar sind. Für die etwas abenteuerliche Führung (wir hatten eine kleine Gruppe mit nur 4 Personen erwischt) wurden wir mit Helm und Taschenlampe ausgerüstet, denn die Höhle war im Wesentlichen naturbelassen. Es gab kein fest installiertes Licht, man ging auf dem ursprünglichen Lavaboden und musste sich an der ein oder anderen Engstelle auch schon mal ziemlich bücken um weiterzukommen, was ein sehr intensives Erleben dieser Naturschönheit zur Folge hatte.

Abends wurden mal wieder die Koffer gefüllt, denn als nächste Insel stand Terceira auf dem Programm.

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