Georgien: Kutaissi – Okatse-Canyon – Swanetien

Heute sollte es endlich in die Kaukasus-Region Swanetien gehen.

Zuvor steuerten wir allerdings noch den nördlich von Kutaissi gelegenen Okatse-Canyon an. Hier hat man einen mehrere hundert Meter langen Metallsteg mit Aussichtsplattformen in und über das Tal gebaut, was uns tolle Blicke in die sattgrün bewaldete Schlucht ermöglichte. Nach einer kleinen Wanderung entlang des Canyons verputzten wir mittags an einem provisorischen Kiosk im angrenzenden Wald unsere Lunchpakete.

Bei immer noch schwülheißem Wetter starteten wir dann die lange Busfahrt nach Betscho. Wir passierten Dörfer mit kleinen Häusern, einige davon verlassen und Städte mit wenig einladenden Plattenbauvierteln. Hier und da Industrieanlagen, auch oft verfallen und immer wieder landwirtschaftliche Flächen mit Obst- und Gemüseanbau, sowie Haselnussplantagen.

Kurz hinter Sugdidi änderte sich die Landschaft schlagartig. Steile, dicht bewaldete Hänge türmten sich vor uns auf und wir fuhren in das enge Tal des Enguri. Ein paar Gewitterwolken hingen am Tor zum Kaukasus, doch schon bald besserte sich das Wetter wieder.

In gut 3 Stunden quälte sich unser Bus etwa 90 Kilometer weit über die einzige befahrbare Verbindung nach Swanetien. Die schlechte Betonpiste, die immer mal wieder von Erd- und Hangrutschen beschädigt und mit provisorischen Schotterabschnitten ausgebessert worden war, brachte uns entlang haarsträubender Abgründe immer tiefer hinein in den Kaukasus, bis wir schießlich auf gut 1400 Metern Höhe unsere Unterkunft im kleinen Dörfchen Betscho erreichten. Entlang einer matschigen Schotterstrasse erstreckte sich das Örtchen langgestreckt im Tal des Flusses Dolra.

Unsere Gruppe verteilte sich auf das Haupt-Gästehaus und ein paar Zimmer bei umliegenden Familien. Als wir uns zum Abendessen trafen, war der lange Tisch bereits reichlich gedeckt mit vielen kleinen Tellern, die eine große Auswahl georgischer Speisen boten. Vorweg gab es eine Suppe und die mit Käse (Khachapuri) oder Hackfleisch und Zwiebeln (Kubdari) gefüllten Teigfladen durften dabei eigentlich nie fehlen. Dazu verschiedene Salate, Kartoffeln als Beilage und Kuchen oder Wassermelone zum Nachtisch. Gut gesättigt gingen wir zu Bett und freuten schon auf die erste richtige Wanderung dieses Urlaubs.

Wanderung (rot) – Transfer (schwarz)
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Wanderung im Okatse-Canyon

volle Distanz: 6.51 km
Maximale Höhe: 672 m
Minimale Höhe: 480 m
Gesamtanstieg: 333 m
Gesamtabstieg: -315 m

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