Madeira: Wanderung zum Caldeirão Verde

Heute sollten Planung und Realität wieder bedeutend näher zusammenliegen. Die Rallye war beendet, die Radler beackerten einen anderen Teil der Insel und wir fuhren über Santana zur Rancho Madeirense um einen weiteren Höhepunkt in Angriff zu nehmen: die Wanderung in den Talkessel Caldeirão Verde. Das Wetter war zwar nicht ganz auf unserer Seite, aber wenigstens hörte es auf zu regnen, als wir den Parkplatz erreichten.

#860 – 13:30h – GC1A65W – Caldeirão Verde Earthcache

Unser ständiger Begleiter vom Start bis zum Ziel war die Levada do Caldeirão Verde. Also hatten wir wieder mal eine stundenlange Wanderung ohne nennenswerte Höhenmeter vor uns.

Die Anfangs am Rand der Levada gepflanzten Hortensien waren leider schon zum größten Teil verblüht. Überhaupt wurde Madeira zumindest zu dieser Jahreszeit und in den höheren Lagen seinem Ruf als Blumeninsel im Atlantik nicht ganz gerecht. Im Frühling und Sommer mag das anders sein, denn viele Pflanzen (wie z.B. auch die afrikanische Liebesblume) schienen ihre Blütezeit gerade hinter sich zu haben. Das soll aber nun wirklich nicht heißen, dass die Vegetation eintönig gewesen wäre. Die üppig sprießenden Gräser, Farne und Moose, die Sträucher und nicht zuletzt die Eukalyptus- und Lorbeerwälder waren absolut beeindruckend und untermalten unsere Wanderungen stets mit wechselnden Duftnoten. Außerdem fallen hier alle Pflanzen ein paar Nummern größer aus als wir es von zu Hause gewohnt sind. So wachsen Heidelbeeren hier an 2-3 Meter hohen Sträuchern und Farne können auch schon mal Baumgröße erreichen.

Die heutige Wanderung war jedenfalls mal wieder eine tolle Gelegenheit den Augen einen wahren Rausch in grün zu bieten. Die Levada schmiegte sich auf dem weiteren Weg immer kunstvoller in das steiler werdende Gelände, die Pflanzen bildeten teilweise einen natürlichen Tunnel und nach vielen Kurven und Windungen erreichten wir schließlich den spektakulären grünen Talkessel mit senkrechten Wänden, in den aus etwa 100 Metern Höhe ein Wasserfall hinabstürzte. Die immer wieder durchziehenden Wolken sorgten zusätzlich für eine fast schon mystische Stimmung.

Definitiv ein weiterer Ort auf Madeira, den man unbedingt gesehen haben sollte.

Gerne wären wir noch den weiterführenden Weg zum Kessel Caldeirao do Inferno gegangen, der von unserem Wanderführer jedoch als gefährlich eingestuft wurde und vor dem auch vor Ort ein recht neues Hinweisschild warnte. Da wir an den nächsten Tagen noch eine andere Möglichkeit sahen, dieses Ziel zu erreichen, kehrten wir an dieser Stelle sicherheitshalber um.

#861 – 16:40h – GC1PH0H – Casinhas de Santana

Nach den vielen fantastischen Naturerlebnissen stand zum Abschluß noch etwas Kultur auf dem Programm. In Santana besichtigten wir die traditionellen reetgedeckten Häuser. Für großgewachsene Menschen waren diese Behausungen sicher kein Vergnügen. Den dortigen Cache konnten wir erst nach einiger Wartezeit heben, denn hier tummelten sich doch einige Touristen.

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