Usbekistan – Ins Nurata-Gebirge

In der Nacht hatte die Temperatur einfach nicht unter die 25°C-Marke fallen wollen und da Jurten naturgemäß nun einmal nicht über eine Klimaanlage verfügen, wurde der Schlaf eine zwar ruhige aber ziemlich schweisstreibende Angelegenheit.

Ansonsten hatten wir nach dem Frühstück eine etwa 2-stündige Busfahrt vor der Brust, die uns von unserem Camp am Aydarkul-See mitten hinein ins Nurata-Gebirge bringen sollte. Kurz vor dem Ziel gab es aber ein Problem, denn die kleine Stichstraße, die ins letzte Dorf führten sollte, war durch Baustellenschilder abgesperrt.

Unser Busfahrer gab sich die größte Mühe die Beschilderung zu ignorieren und brachte uns noch ein gutes Stück näher zum geplanten Wander-Startpunkt, musste dann aber doch vor einer aufgerissenen Straße und aufgeschütteten Schotterbergen kapitulieren. Leider sollte dadurch die erste Wanderung ein paar Kilometer länger werden, was normalerweise ja kein Problem ist, bei 40°C im Schatten aber schon bedeutend wird. Zumal, wenn es auf der Tour kaum Schatten gibt.

Nach dem Anmarsch zum eigentlichen Startpunkt trafen wir dort auf einen einheimischen Wanderführer, der auch gleich noch das beliebteste Transportmittel des Landes, einen Esel, im Schlepptau hatte. Einem kleinen Bachlauf folgend wanderten wir ein gutes Stück in ein Tal hinein, bis wir schießlich ein Naturschutzgebiet mit sehr altem Baumbestand erreichten. Hier gab es noch den heiß ersehnten Schatten und den nutzten wir gegen Mittag dann auch, um ein kleines Picknick zu veranstalten, dessen Bestandteile der Esel freundlicherweise für uns in die weite Landschaft geschleppt hatte.

Gegen Nachmittag begaben wir uns an einen langgezogenen Anstieg, um über einen Pass ins Nachbartal hinüberzuwechseln. Eigentlich keine große Sache, doch in der brütenden Hitze wurde der Anstieg reichlich fordernd. Immerhin wurden wir mit weiten Ausblicken auf eine äußert karge Gebirgslandschaft belohnt, deren graubrauner Grundton in starkem Kontrast zum strahlend blauen Himmel und einigen grünen Flecken in den Tälern stand.

Im Nachbartal kauften wir an einem kleinen Dorfladen den gesamten Bestand gekühlter Getränke auf, ehe es taleinwärts weiterging, bis wir am frühen Abend schließlich erschöpft unser kleines Gästehaus im Dörfchen Khayat erreichten. Für das Abendessen hatte man dort einen schönen Platz unter hohen Bäumen in unmittelbarer Nähe eines Bachs vorbereitet, was die immer noch andauernde Hitze ein wenig erträglicher machte.

Fahrt vom Jurtencamp zum Startpunkt der Wanderung

Wanderung von Majerum nach Khayat

Gesamtstrecke: 18.78 km
Maximale Höhe: 944 m
Minimale Höhe: 605 m
Gesamtanstieg: 752 m
Gesamtabstieg: -417 m

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