Traumschleife Masdascher Burgherrenweg mit Hängeseilbrücke Geierlay

Endlich blickten wir am Morgen mal nicht auf eine einheitsgraue Landschaft und endlich versprach uns der Wetterbericht für den Tag auch den ein oder anderen sonnigen Abschnitt. Das sah dann doch nach guten Voraussetzungen für eine der Top-Runden der Region aus, dem Masdascher Burgherrenweg, der 2018 zum schönsten Wanderweg Deutschlands gewählt wurde.

Kurz nach dem Start in Mastershausen ging es ein kleines Stück über offenes Gelände, ehe wir in die ausgedehnten Wälder des Hunsrücks eintauchten und langsam in das Tal des Masterhausener Bachs hinabspazierten. Dort mussten wir wegen Holzfällarbeiten einen kleinen Schlenker einlegen, doch direkt dahinter begann mal wieder ein richtig toller Wanderabschnitt.

Auf schmalen und oft naturbelassenen Wegen ging es durch das lauschige Tal und vorbei an der Schweitzermühle erreichten wir schließlich die Ruine der Burg Balduinseck. Wenig später verließen wir das Tal und der Weg führte hinauf zum Aussichtspunkt am Burgberg. Dort bekamen wir gegen Mittag leider mal wieder etwas Regen ab, doch zum Glück war es nur ein kurzer Schauer und für den Rest des Tages sollte es dann trocken bleiben.

Gleich hinter dem Burgberg ging es auf einem steilen Pfad zurück ins Tal und noch ein kleines Stückchen abwärts, bevor wir nach links abbogen und dem Sosberger Bach bergan folgten.

Hier verließen wir den Burgherrenweg für einen Abstecher zur nahegelegenen Hängeseilbrücke Geierlay. Auf dem Weg dorthin konnte man vereinzelt einen kleinen Blick auf die grazile Konstruktion erhaschen, doch erst unmittelbar an der Brücke konnte man die enorme Dimension des Bauwerks wirklich erfassen.

Bis 2017 war die Geierlaybrücke die längste Hängeseilbrücke Deutschlands und ein Gang über dieses schwankende, 360 Meter lange und bis zu 100 Meter hohe Stahlseilgebilde war eine willkommene Abwechslung zur ruhigen Hunsrückwanderung und auch die Wolken spielten mit und ließen der Sonne mal ein wenig den Vortritt.

Das Brückencafe in Sosberg lockte uns anschließend mit einem Stück Kuchen und dann ging es an den Schlussabschnitt durchs Sosberger Bachtal, hinauf zum Aussichtspunkt Galgenturm. Die Nachbildung eines römischen Wachturms sorgte für weite Blicke bis hinein in die Eifel. Der Rest des Weges führte dann gemütlich über die Höhen wieder zurück zum Parkplatz bei Mastershausen.

Gesamtstrecke: 16.95 km
Maximale Höhe: 458 m
Minimale Höhe: 237 m
Gesamtanstieg: 624 m
Gesamtabstieg: -621 m

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