NaturWanderPark delux: Felsenweg – Berdorf

Der Wetterausblick war für die nächsten Tage eher durchwachsen, doch heute sollte es sonnig und trocken bleiben. Da gab es natürlich kein Zögern und es wurde direkt die vermutliche Top-Tour des Urlaubs rausgehauen.

Dafür mussten wir aber zunächst über die, zum Glück wieder, offene Grenze hinüber in die Kleine Luxemburger Schweiz. Am Ortsrand von Berdorf stellten wir unser Auto ab und vorbei an einem Campingplatz ging es in den Wald hinein.

Dort gab es kein langes Vorgeplänkel, denn schon nach wenigen hundert Metern folgte ein landschaflicher Hochgenuss auf den nächsten. Von einem aussichtsreichen Plateau stiegen wir auf schmalen Pfaden hinab in ein enges Schluchtengewirr zwischen hoch aufragenden Sandsteinfelsen.

Unten angekommen war die Räuberhöhle unser erster Anlaufpunkt. Ein Schild mit der Aufschrift „Eingang“ wies auf einen niedrigen, stockfinsteren Stollen hin. Mit Stirnlampen bewaffnet und auf allen Vieren durchquerten wir die mehrere Meter lange Engstelle und standen nun im „Innenhof“ eines Sandsteinfelsens. Zwei steile Leitern spuckten uns ca. 15m höher auf dem Dach des Felsens wieder aus, von wo ein schmaler Pfad zurück auf den Wanderweg führte.

Nächster Anlaufpunkt war das Siewenschlueff. Wer mochte, konnte sich hier durch eine 30cm enge Felspassage quetschen. Intensiver Gesteinskontakt war inklusive. Ein gutes Stück weiter erreichten wir die Mandrack-Passage. Diese Felskluft war zwar immerhin 40cm breit, jedoch musste man hier durch, wollte man nicht einen kilometerweiten Umweg in Kauf nehmen.

Auch im weiteren Verlauf der Wanderung bekamen wir immer wieder tolle Ausblicke und spektakuläre Felsformationen zu Gesicht, deren Aufzählung den Rahmen dieses Blogs sprengen würde. Nach einer, durch Forstarbeiten bedingten, Umleitung gelangten wir schließlich in das Tal des Aesbachs, dem wir in Richtung Quelle zurück nach Berdorf folgten und dort weitere Höhepunkte, wie etwa das Labyrinth oder den Perekop einsammelten.

Zum Abschluss passierten wir noch die künstlich geschaffene Hohllay-Höhle und hatten damit später beim Abendessen jede Menge tolle Eindrücke einer fantastischen Wanderung zu verarbeiten.

Gesamtstrecke: 15.59 km
Maximale Höhe: 372 m
Minimale Höhe: 212 m
Gesamtanstieg: 595 m
Gesamtabstieg: -597 m

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