Marokko: Markt von Rissani und Aufbruch ins Erg Chebbi

Vormittags besuchten wir im Ort Rissani ein Ksar, ein von einer Befestigungsmauer umgebenes jahrhundertealtes kleines Dorf.

Durch die Landflucht der Bevölkerung verfallen immer mehr dieser mächtigen Lehmbauten, doch einzelne  Ksars werden immer noch bewohnt und man versucht mit erheblichem Aufwand, diese Bauwerke zu erhalten.

Auf dem Markt von Rissani gab es anschließend Datteln, so weit das Auge reichte. Als wir uns kurz darauf auf dem Viehmarkt wähnten, korrigierte uns Ali, unser marokkanischer Guide: Wir standen nämlich nur am großen Esel-Parkplatz, an dem die Marktbesucher ihre Reittiere für 2 Dirham (ca. 20 Cent) Parkgebühr abstellen konnten.

Am frühen Nachmittag nahm unser Bus dann Kurs auf die imposant aufragenden Dünen des Erg Chebbi, wo wir mitten im Nichts von 2 kleinen Fahrzeugen aufgegabelt wurden, die uns nach 30-minütiger Fahrt über Schotterpisten zu den startbereiten Kamelen brachten. In Windeseile wurden das Gepäck und die Wasservorräte auf ein paar Lasttiere verladen und ohne große Einweisung starteten wir in das Abenteuer Wüste.

Mit Überqueren der ersten Dünen verloren sich die letzten Anzeichen von Zivilisation und man tauchte in eine vollkommen fremde Welt ein. Nach 90 Minuten trafen wir am ersten Lagerplatz ein und während wir die Zelte aufbauten, zauberte die Begleitmannschaft ein schmackhaftes Abendessen, das wir unter einem Sternenhimmel verzehrten, den man in unseren Breiten höchstens noch im Planetarium findet.

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