Lapplands Drag – Geführte Huskytour: Tag 5

Mittlerweile hatten wir uns daran gewöhnt, dass Tord sich zum Frühstück zwei, drei dünne Scheiben Elchfleisch in die Kaffeetasse stopfte. Monika hat es auch mal ausprobiert – es war nicht so schlimm wie befürchtet, trotzdem wollen wir diese samische Spezialität weiter den Nordschweden überlassen.

Ein letztes Mal spannten wir die Huskies vor die Schlitten. Moni fuhr wie immer mit ihrem Achter-Gespann vorweg und gab Richtung und Tempo vor. Wir folgten mit unseren Hunden wie an der Perlenschnur aufgereiht. Da das Fotografieren während der Fahrt naturgemäß etwas schwierig war, begleiteten uns Tord und Maike auf den ersten Kilometern mit dem Motorschlitten und schossen schöne Fotos von uns.

Die ungewöhnlich hohen Temperaturen um die null Grad, waren für uns ganz angenehm, für die Hunde aber viel zu warm. Bei jeder kurzen Pause warfen sie sich in den Schnee und suchten ein wenig Abkühlung. Gut 35 Kilometer hatten wir am Ende der Tour dann aber doch zurückgelegt. Für diese Leistung mussten unsere vierbeinigen Freunde anschließend natürlich ordentlich geknuddelt werden.

Wehmütig ging es dann ans Kofferpacken. Auch wenn uns der Aufenthalt auf der Huskyfarm wegen der vielen neuen Eindrücke und Erlebnisse länger vorkam, als er wirklich war, wären wir gerne noch ein paar Tage geblieben. So gemütlich war die Unterbringung, so lecker und reichhaltig die norrländische Küche. Wir fühlten uns nicht als Touristen, sondern als Freunde, die am Leben auf der Farm teilhaben durfte – perfekt und aufmerksam umsorgt von Moni, Tord, Maike und Sarah. Und wer bei diesen sympathischen, energiegeladenen und immer freundlichen Fellbündeln nicht zum Hundefreund wird, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

Für uns steht fest, dass dieses Abenteuer unbedingt nach einer Wiederholung verlangt und damit wären wir wieder beim Eingangszitat, das für uns lauten muss: gib uns Schnee, gib uns Hunde, gib uns Lapplands Drag – den Rest kannst Du behalten…

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