Lapplands Drag – Geführte Huskytour: Tag 1

„Gib mir Schnee, gib mir Hunde – den Rest kannst Du behalten.“

Dieses Zitat des Polarforschers Knud Rasmussen fanden wir auf der Homepage der Huskyfarm Lapplands Drag. Wir hielten es für den verschrobenen Ausspruch eines kauzigen Eigenbrötlers. Doch dann dauerte es keine 24 Stunden und wir konnten den guten Mann voll und ganz verstehen. Allerdings mit einer kleinen Änderung – aber dazu später.

Da die Anreise mit Flug ab Hannover nicht zu stressig werden sollte, fuhren wir bereits am Dienstagmittag mit dem ICE in die niedersächsische Landeshauptstadt, wo wir für eine Nacht ein empfehlenswertes Hotel in Bahnhofsnähe bezogen. Den Rest des Tages verbrachten wir in der Hannoveraner City und einem netten türkischen Restaurant.

Am Mittwoch entdeckten wir bereits vor dem Einchecken am Flughafen unsere Mitreisenden und ein kleiner Flieger brachte unsere 6-köpfige Gruppe nebst vielen Testfahrern und Automobilingenieuren ins nordschwedische Arvidsjaur, wo wir bei -7°C schon von Tord, dem ‚Chef‘ der Huskyfarm erwartet wurden. Schnell war das Gepäck in seinem Kleinbus verstaut und die zweistündige Fahrt in die Wildnis Lapplands begann. Hier und da tauchte ein Erlkönig auf den einsamen Straßen auf, doch unser Interesse galt eher der tief verschneiten Landschaft.

Bei unserer Ankunft auf der Farm hatten wir mit wildem Gebell gerechnet, doch in völliger Stille wurden wir aus den Zwingern von 60 Augenpaaren lediglich neugierig beobachtet. Hausherrin Moni und die beiden Farmhilfen Maike und Sarah begrüßten uns mit heißen Getränken und nach einer kleinen Kennenlernrunde bezogen wir unsere urigen Blockhütten.

Am späten Nachmittag gab es dann ein erstes Beschnuppern mit den Huskies, was seitens der Zweibeiner noch sehr zurückhaltend und respektvoll ausfiel. Die Hunde präsentierten sich zwar freundlich und in keiner Weise aggressiv, aber ihrer Natur gemäß eben auch sehr temperamentvoll, so dass es anfangs schon einige Überwindung kostete, zu ihnen in die Zwingeranlage zu steigen. Letztlich sollten wir die Fellbündel aber viel, viel schneller in unser Herz schließen, als wir es je erwartet hatten.

In der großen Küche des Haupthauses gab es dann am Abend in Form von gefüllten Elchfrikadellen eine erste Kostprobe der deftigen und leckeren nörrländischen Speisen, die wir in einer fröhlichen Runde gemeinsam mit dem Farm-Team verputzten, bevor wir uns voller Vorfreude auf den nächsten Tag in unsere kuschelige Hütte zurückzogen.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*