Lapplands Drag – Geführte Huskytour: Tag 3

Der heutige Morgen startete ähnlich wie der Vortag. Nur mit dem Unterschied, dass wir mittlerweile selbstverständlich unsere neu gewonnenen Freunde unbedingt eigenhändig versorgen wollten.

Bei immer noch bedecktem Himmel, stand eine gut 30 Kilometer lange Tour auf dem Programm. Wie am ersten Tag gelernt bereiteten wir die Schlitten vor. Selbstverständlich wurden wir dabei nie vom Team der Huskyfarm alleingelassen und bekamen jede erdenkliche Unterstützung.

Schon etwas routinierter als gestern gestaltete sich das Anspannen der Hunde, was aber nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass der Lärm wieder ohrenbetäubend war und uns natürlich auch wieder ordentlich warm wurde. Einmal unterwegs, verloren wir schnell das Gefühl für Zeit und Raum und ließen uns einfach nur durch die Weite der Landschaft treiben.

Gesteuert wurde der Schlitten übrigens einzig durch Kommunikation mit dem Leithund. Ein kurzes ‚Haw‘ bedeutete ‚links abbiegen‘, ein langgezogenes ‚Gee‘ hieß ‚rechts ab‘. Am Vortag hatten wir aber schnell festgestellt, dass die übrigen Kommandos (‚Hike‘ für ‚los geht’s‘ und ‚Stay‘ für ‚Stopp‘) eher informativen Charakter hatten, denn die Jungs und Mädels mit den vier Pfoten wollten einfach nur rennen, rennen, rennen und sie hatten ganz sicher nicht vor, sich durch bloße Kommandos von diesem Vorhaben abbringen zu lassen.

Wenn man stehen bleiben wollte, half ausschließlich der beherzte Einsatz der Fußbremse, mit der man eine Kralle zwischen den Kufen des Schlittens in den Schnee drückte und so die Fahrt verlangsamte. Zwangspausen – etwa weil sich ein Hund in den Leinen verheddert oder weil es in etwas schwierigerem Gelände mal einen harmlosen Sturz gegeben hatte – wurden von den Huskies unverzüglich mit Gejaule, Gebelle und Gezerre quittiert, um zu unterstreichen, dass man doch bitteschön so schnell wie möglich wieder laufen, laufen, laufen möchte.

Nach unserer Rückkehr warteten schon frische Waffeln in süßen und herzhaften Varianten auf uns. Die Hunde bekamen anschließend ihr Leckerli und später am Abend trafen wir uns in der traditionellen Grillhütte. Über dem offenen Feuer zauberte Tord ein leckeres Rentiergericht und wieder blieb viel Zeit für Gespräche rund um Lappland und die Huskies.

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