Kappadokien – Uçhisar, Tauben und Höhlen

Der erste Blick aus dem Fenster des Hotelzimmers überraschte. Am Vortag hatten wir unser Ziel in Göreme nach der Anreise über Frankfurt, Istanbul und Kayseri erst nach Einbruch der Dunkelheit erreicht. Daher waren wir hocherfreut, als wir feststellten, dass die spektakuläre Tufflandschaft Kappadokiens unmittelbar vor unserem Hotel begann.

Nach dem Frühstück fuhren wir dann direkt zum 60 Meter hohen Burgfelsen von Uçhisar. Wie fast überall in Kappadokien haben auch hier die ersten Siedler schon vor mehreren tausend Jahren den weichen Tuffstein ausgehöhlt, um sich Wohn- und Lagerräume zu schaffen. Zeitweise lebten bis zu 1000 Menschen in dem Felsen, von dessen Spitze man einen schönen Rundblick über die umgebende Landschaft hat. Im Dunst am Horizont ließ sich dabei der Kegel des 70 Kilometer entfernten Vulkans Erciyes (3916m) erblicken, der mit seinen Ausbrüchen das Material hervorbrachte, aus dem die Erosion später all die wunderbaren Felsgebilde formen sollte.

Auf einer Wanderung durch das Taubental (Güverçin Vadisi) von Uçhisar nach Göreme bekamen wir einen ersten Eindruck von den bizarren Formationen und Auswaschungen, die Wind, Wasser und Frost in vielen Jahrtausenden geschaffen haben.

Die Mittagspause verbrachten wir in Göreme und machten in Form von leckeren Gözleme Bekanntschaft mit der schmackhaften anatolischen Küche.

Nachmittags fuhr unsere Gruppe schließlich ins nahegelegene Freilichtmuseum, wo unser Reiseleiter Caner einiges über die Siedlungs- und Religionsgeschichte Kappadokiens zu berichten wusste und viele Felsenkirchen und -wohnungen besichtigt werden konnten.

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