Mongolei – Bayangobi – Tschüss Zivilisation

Ziemlich früh mussten wir heute morgen aus den Federn, denn wir hatten knapp 400km Fahrstrecke vor uns.

Vom Terelj-Nationalpark fuhren wir mit unserem kleinen Reisebus zunächst zurück nach Ulan Bator. Unterwegs machten wir aber noch kurz halt an einer alten Straßenbrücke über den Fluß Tuul. Hoffentlich bleibt die schöne Konstruktion noch lange erhalten, auch wenn der Verkehr mittlerweile über eine moderne Stahlbetonbrücke fließt.

In Ulan Bator tauschten wir den Bus gegen sechs Geländewagen und kurz darauf verließen wir die Hauptstadt in westlicher Richtung. An diesem Tag waren wir noch überwiegend auf den recht seltenen Asphaltstraßen unterwegs. In der Mongolei gibt es lediglich ähnlich viele Asphaltstraßen, wie in NRW Autobahnen – und das auf der 4,5-fachen Fläche Deutschlands.

Viel erwarten darf man sich von den maroden Straßen aber nicht. Dank des immer dünner werdenden Verkehrs konnten unsere Fahrer die komplette Fahrbahnbreite nutzen, um den teils übelsten Schlaglöchern auszuweichen. Immer wieder trafen wir auch auf gesperrte Abschnitte. Das Prinzip ist hier ganz einfach: man kippt einen Erdwall quer über die Fahrbahn und fertig. Die Umleitung müssen sich die Autofahrer dann selber mitten durch die Steppe suchen…

Die Spuren menschlicher Zivilisation nahmen mehr und mehr ab, die Landschaft wurde flacher und weiter und gegen Mittag bogen wir auf eine staubige Piste ab, um nach etwa 20min den Hustai-Nationalpark zu erreichen. Hier konnte das Mongolische Wildpferd erfolgreich wieder angesiedelt werden. Die einzige Wildpferdart, die bis heute überlebt hat, war in freier Wildbahn bereits ausgestorben und es gab nur noch wenige Exemplare in Zoos und Wildparks. Nach einiger Suche konnten wir sogar ein paar der scheuen Tiere in großer Entfernung entdecken.

Am frühen Abend erreichten wir schließlich das nächste Camp, wo wir nach dem Abendessen mit weitem Blick über die Steppe den Sonnenuntergang genossen.

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