Mongolei – Flaming Cliffs

Der Himmel war zwar noch bedeckt, doch der Regen hatte sich verzogen, als wir am Morgen mal wieder das Gepäck auf die 6 Geländewagen verteilten. 150km Wegstrecke lagen heute vor uns.

Kurz nach dem Start verließen wir die Hügel um das Ongiin-Kloster und erreichten eine endlos erscheinende Ebene. Auf der flachen Staubpiste gaben unsere Fahrer ordentlich Gas und mit bis zu 120km/h kachelten sie durch die Halbwüste, stets aufmerksam nach Erosionsrinnen oder Viehherden Ausschau haltend, die unseren Vorwärtsdrang immer wieder abrupt abbremsten.

Nach einer Stippvisite in einem Saxaul-Wald liefen wir gegen Mittag im nächsten Camp ein und machten uns kurz darauf auf den Weg zu den nahegelegenen Flaming Cliffs. Die zerklüftete Felsformation aus leuchtend orangenem Gestein galt lange Zeit als eine der bedeutendsten Saurier-Fundstellen der Welt. Dem Amerikaner Andrews gelang hier in den 20er Jahren der erste Fund von Sauriernestern und damit der Nachweis, das Dinosaurier Eier gelegt haben.

Auch wenn aktuelle Expeditionen mittlerweile andere Ziele in der Mongolei haben, liegen immer noch viele Fossilien verborgen im Gestein der Flaming Cliffs und dank unserer Guides gelang es auch uns, auf einer kleinen Wanderung ein paar Saurier-Knochenfragmente zu entdecken.

Nebenbei bemerkt waren wir mittlerweile so weit ab vom Schuss, dass es seit dem letzten Camp keine dauerhafte Stromversorgung mehr gab. Lediglich am Abend wurde für ein paar Stunden ein Generator angeworfen, um zumindest während des Abendessens Licht zu haben. Auch in den Waschhäusern war es ab dem späten Abend zappenduster, doch funktionierte immerhin die Wasserversorgung recht zuverlässig, auch wenn der Versuch mit warmem Wasser zu duschen hier und da eher einem Glücksspiel glich.

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