Mongolei – Pleiten, Pech und Pannen

Nach dem Frühstück besuchten wir zunächst eine der seltenen Anbauflächen für Gemüse. Ein recht überschaubares Areal konnte dank einer nahegelegenen Quelle bewässert werden, um dort vorwiegend Zwiebeln, Lauch und Gurken anzubauen.

Ein paar Kilometer weiter in Bulgan wurde wieder getankt und ‚geshoppt‘ und dann machten wir uns auf den Weg zu den Sanddünen der Gobi.

Allerdings verlief die Fahrt deutlich anders als geplant. Zunächst kündeten Schleifgeräusche an Wagen 1 von einem Stein, der sich in der hinteren linken Bremse festgesetzt hatte. Dieses Problem konnten unsere Fahrer in einer halben Stunde lösen, doch gerade einmal 100m weiter drang ein äußerst unangenehmes Sirren an unser Ohr. Ein Lager in der linken vorderen Antriebswelle war komplett abgeschliffen. Zum Glück hatten wir ein passendes Ersatzteil an Bord, doch der Ausbau des kompletten Antriebsstrangs nahm fast 2 Stunden in Anspruch. Zu allem Überfluss erreichte uns eine fette Regenfront. Immerhin konnten wir den Regen in den Autos aussitzen, während unsere Fahrer in Wind und Nässe am Pannenfahrzeug schufteten.

Nach erfolgreicher Reparatur kamen wir dieses Mal etwa 70km weit, bis erneut bei Wagen 1 der Motor abstarb und sich auch nicht wieder starten ließ. 25km vor dem Tagesziel blieb keine andere Möglichkeit, als den Wagen abzuschleppen. Aus Sicherheitsgründen quetschte sich unsere Gruppe in die verbliebenen 4 Jeeps, während der stärkste Geländewagen das defekte Fahrzeug über einen kleinen Gebirgspass ins nächste Camp schleppte.

Ein defekter Anlasser wurde später als Fehlerquelle ausgemacht und während wir mit einem Bierchen in der Hand vor den Jurten sitzend den Ausblick auf die gewaltigen Sanddünen von Khongoryn Els genossen, versuchte unser Team irgendwo im Nirgendwo ein passendes Ersatzteil aufzutreiben…

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