Mongolei – Die Sanddünen von Khongoryn Els

Wenn man Beziehungen hat und die richtigen Leute kennt, kann die Ersatzteilversorgung selbst in der Wüste besser funktionieren als in Mitteleuropa.

Der Chef des letzten Camps hat in der gut 170km entfernten Provinzhauptstadt einen passenden Anlasser für uns auftreiben können und auch gleich über Nacht in unser aktuelles Camp bringen lassen. Damit hatten unsere Fahrer für diesen Tag ein bisschen was zu basteln und wir konnten mit der guten Nachricht im Gepäck zu einer wunderschönen Wanderung durch die Sanddünen von Khongoryn Els aufbrechen.

Warum sich dieser 150km lange, aber nur wenige Kilometer breite und über 150m hohe Sandkasten ausgerechnet hier gebildet hat, ist nicht wirklich geklärt. Der Anblick der Dünen vor den kargen Berghängen im Hintergrund ist jedenfalls gewaltig.

Wie erwartet gestaltete sich das Erklimmen der Dünenkämme ziemlich anstrengend. Zwar gab es hier und da Stellen, an denen der Wind den Sand knochenhart zusammengepresst hatte, doch in der Regel ging es zwei Schritte vor und einen zurück. Am Besten war man übrigens barfuss unterwegs – der weiche Sand fühlte sich sehr angenehm an und es rieselte einem wenigstens nichts in die Schuhe. Belohnung für den anstrengenden Aufstieg war ein fantastischer Ausblick über das Dünengebiet und jede Menge Spass beim rasanten Abstieg auf direktem Weg nach unten.

Ein Kuriosum am Rande: unmittelbar vor dem Dünengürtel entspringt aus einer recht ergiebigen, aus den Bergen gespeisten Quelle ein kleiner Fluss, der nur wenige Kilometer weiter bereits wieder im trockenen Wüstenboden versickert.

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