RBW#4 – hart aber fair – Von Oberwesel bis Bingen

Nur einen Monat nach der letzten Etappe auf dem Rheinburgenweg parkten wir am Freitagmittag unser Auto in Oberwesel, um das südlichste Viertel der Strecke anzugehen.

Noch regnete es leicht, doch nicht weit entfernt war bereits die scharf begrenzte Rückseite der Wolkenfront zu sehen und dahinter lockte schon ein blauer Himmel. Also zögerten wir den Start noch ein paar Minuten hinaus, um nur wenig später im aufkommenden Sonnenschein den knackigen Anstieg zur Schönburg zu beginnen. Die ersten Kilometer waren noch etwas asphaltlastig, doch schon bald wurden Wegbeschaffenheit, Aussichten und Wetter immer besser. Besonders die Ausblicke auf die Pfalz bei Kaub und auf Bacharach, wo wir nach dem steilen Abstieg unser Quartier bezogen, waren wirklich Klasse.

Am nächsten Morgen lachte die Sonne wieder von einem leicht bewölkten Himmel herab, doch sie hatte noch ein wenig Mühe, die Luft nach der kalten Nacht aufzuheizen. Trotzdem wurde es uns schnell warm, denn unmittelbar nach dem Start lag wieder ein ordentliches Paket Höhenmeter für uns bereit. Immer wieder wechselten sich Burgen, schöne Aussichten und mehr oder weniger lange Schleifen durch lauschige Seitentäler ab. Im zweiten Teil der Etappe ging es noch einmal richtig nach oben, doch zur Belohnung gab es auch eine gewaltige Weitsicht vom 7-Burgen-Blick. Durchs schöne Morgenbachtal stiegen wir gemütlich nach Trechtingshausen ab, von wo uns der ÖPNV nach Bacharach zurückbrachte.

Zu Beginn der Schlussetappe gab es mit dem Eselspfad direkt einen sehr schönen Wegabschnitt am Hang oberhalb der Burg Rheinstein entlang, bevor es durch den Wald erneut ins Morgenbachtal ging. Der schöne Sonntag lockte deutlich mehr Menschen aus dem Haus und schon in der ersten Stunde begegneten uns mehr Wanderer und Spaziergänger, als zuvor an beiden Tagen zusammen. In der sich anschließenden Steckeschlääferklamm wirkten die Brückenbauwerke im Vergleich zum kleinen Bach ein wenig überdimensioniert, doch immerhin konnten wir hier recht sanft den letzten Anstieg der Tour hinter uns bringen.

Von hier aus war es nicht mehr weit zum Ziel in Bingen und damit konnten wir auch diesen Abschnitt mit einem zufriedenen Lächeln abhaken. Jetzt fehlt uns nur noch das Stück zwischen Andernach und Rhens…

Streckenlänge: ca. 47 km und 1600 Höhenmeter

Rheinburgenweg #4 – hart aber fair

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