Lykien – Zu den ewigen Feuern

Nach einer ruhigen Nacht fernab von Verkehrslärm und Massentourismus fuhren zwei Kleinbusse unsere Gruppe zum Start der ersten Wanderung.

Am Ende einer engen Schlucht und kurz vor der Meeresküste lag die kleine Ausgrabungsstätte von Olympos. Die vielen Restaurants und zahlreichen Pensionen am Ort standen im krassen Kontrast zu der Tatsache, dass wir so ziemlich die einzigen Personen im Tal waren.

Durch die antiken Gemäuer hindurch erreichten wir schon bald den Strand, dem wir in nördlicher Richtung bis nach Cirali folgten. Wir durchquerten den von vielen Pensionen und kleinen Läden geprägten Ort, um kurz dahinter ins Landesinnere Richtung Yanartas (türkisch für ‚brennender Stein‘) abzuzweigen.

Dort gibt es ein erstaunliches Naturphänomen zu beobachten. An mehreren Stellen strömt Naturgas aus Felsspalten und verbrennt seit Jahrtausenden in ewigen Flammen.

Verbunden mit diesem Ort ist die griechische Sage von Chimaira, einem feuerspeienden Untier, das schließlich von Belerophontes besiegt wurde, doch auch ohne die Mythologie hat dieses geologische Schauspiel eine ganz besondere Ausstrahlung.

Bei 25°C und wolkenlosem Himmel stiegen wir zunächst weiter bergan, um dann in ausgedehnten Pinienwäldern ein Tal zu durchwandern und weiter in Richtung Ulupinar zu laufen.

Am frühen Nachmittag erreichten wir eine Forellenzucht mit angeschlossener Gastronomie, wo wir uns frischen Fisch und ein paar kühle Getränke gönnten. Dort warteten auch die beiden Kleinbusse, die uns anschließend wieder zurück nach Adrasan brachten, wo wir den ersten, noch recht gemäßigten Wandertag ausklingen ließen.

Streckenlänge 9,8 km – Höhenmeter +430/-200

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