Lykien – Der Küstenpfad

Der Wecker klingelte eine halbe Stunde früher als üblich. Für heute stand die Königsetappe auf dem Programm und um auf der längsten und anstrengendsten Wanderung sicher vor Einbruch der Dunkelheit ins Ziel zu kommen, wollten wir schon um halb 9 mit den Bussen aufbrechen.

Wir fuhren zunächst in den südlich gelegenen Ort Karaöz. Dort endete die Asphaltstraße und auf Schotter ging es noch ein paar Kilometer hinaus auf das Kap Gelidonya. An der letzten Wendemöglichkeit setzten uns die Busse ab und nach einem weiteren kurzen Stück auf der Schotterpiste führte ein schmaler Pfad bergan.

Schon bald hatten wir wieder den süßlichen Duft der blühenden Johannisbrotbäume in der Nase. Wenig später erreichten wir den Leuchtturm Gelidonya, der hoch über dem Kap als weithin sichtbarer Anhaltspunkt für die Schifffahrt dient.

Nach einer kurzen Rast stiegen wir weiter auf den Rücken des Kaps empor. In ständigem Auf und Ab verlief der schöne Pfad nun hoch über der Steilküste durch lichten Wald und gab immer wieder tolle Blicke auf kleine Buchten und die vorgelagerten Inseln frei.

Auf dieser Seite des Kaps gab es keine Anzeichen von Zivilisation und nur ganz vereinzelt begegneten wir anderen Wanderern. Das Wetter meinte es nach wie vor gut mit uns: 25°C und ein nahezu wolkenloser Himmel sorgten für perfekte Urlaubsstimmung.

Nach der Überquerung des letzten Rückens konnten wir am Nachmittag einen ersten Blick auf die Bucht von Adrasan erhaschen und in stetigem Abstieg erreichten wir aus südlicher Richtung kommend unser Hotel. Anscheinend hatten wir auf der Wanderung ein recht ordentliches Tempo angeschlagen, denn wir lagen fast eine Stunde vor der geplanten Ankunftszeit.

Streckenlänge 15,0 km – Höhenmeter +750/-830

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