Lykien – Von der Alm zur Küste

Für die letzte Wanderung wurden wir in die Nähe unseres Ziels vom ersten Tag nach Ulupinar gebracht. Auch hier mühten sich die Fahrer unserer Kleinbusse noch so weit wie möglich eine Schotterpiste hinauf.

Kurz vor dem höchsten Punkt auf etwa 550m Meereshöhe setzten sie uns dann ab und nach ein paar Metern Anstieg begann der lange Weg hinab bis zum Strand in der Madenbucht.

Die Landschaft und die gelegentlichen Ausblicke waren zwar nicht zu verachten, doch der Weg an sich konnte nicht überzeugen. Auf einem breiten und sehr schlechten Schotterweg ging es in zahlreichen Serpentinen langsam und eher langweilig ins Tal hinab.

Die einsame und wunderschön gelegene Bucht sollte dann aber eine würdige Entschädigung für den eher öden Hinweg sein. Ihren Namen hat die Madenbucht (türkisch für Bergwerk) übrigens von einer Chrommine, die jedoch schon vor einigen Jahrzehnten aufgegeben wurde. Außer ein paar Mauerresten war von dem Bergwerk nicht mehr viel zu sehen. Lediglich im ehemaligen Maschinenhaus gab es noch einen imposanten Dieselmotor schwedischer Produktion zu bewundern.

In der Bucht mit ihrem Kiesstrand und dem glasklaren Wasser verbrachten wir dann auch die Mittagspause.

Für den Rückweg wählten wir einen Küstenpfad in südlicher Richtung und der spielte direkt in einer ganz anderen Liga als die Piste vom Vormittag. Auf einem tollen Trail ging es immer wieder hinauf über steile Felsnasen und anschließend hinab in die jeweils nächste kleine Bucht.

Das klare Wasser schimmerte in wunderschönen Blautönen und man konnte viele Meter tief bis auf den Meeresgrund schauen. Wie bestellt dümpelte dazu noch ein einsames Segelschiff in einer der Buchten. Diese letzten Kilometer bis zum Ort Cirali waren noch einmal ein toller Abschluß der Wanderwoche in Lykien.

Uns hat dieser Urlaub sehr gut gefallen. Hotel und Verpflegung waren klasse, die Landschaft noch schöner als erwartet und in der Gruppe herrschte eine gute Stimmung. Dazu noch der gut aufgelegte Reiseleiter Erol und das Wetter, das man sich besser nicht hätte malen können.

Leicht wurde uns der Abschied aus Adrasan also nicht gemacht und am Flughafen von Antalya vermischte sich unsere Gruppe am nächsten Morgen wieder mit den Massen von Pauschaltouristen…

Streckenlänge 13,1 km – Höhenmeter +280/-810

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