Madeira: Rabacal und Umgebung

Heute sollte es in die Umgebung von Rabacal gehen. Da dieses Gebiet auch ein Ziel vieler organisierter Ausflüge ist, gab es an der Hotel-Rezeption den Tipp vormittags an der oberhalb gelegenen Levada do Paul entlangzuwandern. Erst nachmittags sollten wir dann von der Straße nach Calheta aus durch den Levada-Tunnel nach Rabacal und weiter zum Risco-Wasserfall und den 25 Fontes gehen.

Der Tipp war Gold wert, denn als wir nach Rabacal kamen, waren die Menschenmassen schon wieder weg. Die letzte Busladung trafen wir allerdings genau im Tunnel, was in ein ziemliches Vorbeigequetsche ausartete. Danach hatten wir die Naturschönheiten dann aber fast für uns alleine.

#845 – 14:30h – GCN0N8 – Rocha dos Louros

Der einzige Cache des Tages lag auf halbem Weg zwischen Tunnel und Rabacal. Trotz ungünstiger Voraussetzungen (Mikro mit jeder Menge Gelände drumherum) wurden wir sehr schnell fündig.

Nun aber noch ein paar Worte zu den eigentlichen Stars von Madeira, den Levadas:

Levadas sind künstlich angelegte Wasserläufe, die dazu dienen das Wasser aus den Bergen und dem niederschlagsreichen Norden in den trockeneren landwirtschaftlich genutzten Süden zu leiten. Die ersten Levadas wurden bereits im 15. Jahrhundert angelegt und sind heute (mit einer Gesamtlänge von etwa 2000km) immer noch von großer Bedeutung. Zu Wartungszwecken sind die Levadas begehbar, teils auf einem separaten Pfad neben dem Kanal, teils auf der Levadamauer selbst. Diese Wege sind gleichzeitig beliebte Wanderwege, führen sie doch oft steigungsarm bis in die abgelegensten Teile der Insel. Schwindelerregende Hangkonstruktionen und lange Tunnel sind dabei keine Seltenheit. Die von uns begangenen Tunnel waren dabei ca. 2m breit (die musste man sich natürlich noch mit der Levada teilen), etwa 1,65m bis 1,90m hoch und bis zu 2,4km lang. Gute Taschenlampen gehören also zum Pflichtprogramm.

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