Jordanien – Amman, Umm er-Rasas, Wadi Mujib und Kerak

Jordanien! Viele Leute, denen wir unser Reiseziel für den Jahreswechsel 2015/16 nannten, runzelten die Stirn über unsere Wahl und brachten das Land mit den Krisen im Nahen Osten in Verbindung. Nach gründlicher Information über das Königreich auf der arabischen Halbinsel wollten wir uns davon nicht abschrecken lassen und uns selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen.

Abgesehen von einer etwas pingeligen Gepäckkontrolle am Flughafen in Amman verlief die Anreise am Vortag wie geplant und am heutigen Morgen riss uns der Weckruf der Hotelrezeption schon gegen 06:15h aus den Federn, denn bereits am ersten Tag gab es ein strammes Programm.

Nur wenige Minuten vom Hotel im Zentrum der jordanischen Hauptstadt entfernt, verließ unsere Gruppe schon wieder den Bus, um den Zitadellenhügel Ammans zu besichtigen. Neben vielen antiken Bauwerken, deren Geschichte bis weit in die vorchristliche Zeit zurückreicht, beherbergt der Hügel auch das archäologische Museum Ammans und bietet tolle Ausblicke über die mittlerweile fast 4 Millionen Einwohner zählende Stadt. Beeindruckender Blickfang ist dabei ein etwa 125m hoher Fahnenmast mit seiner 60x30m großen jordanischen Flagge.

Am späten Vormittag verließen wir die Stadt auf der Autobahn in Richtung Süden und steuerten die Ausgrabungsstätte von Umm er-Rasas an. Dort gab es zunächst eine ziemliche Überraschung, denn wir wurden vom zufällig anwesenden jordanischen Minister für Tourismus persönlich willkommen geheißen. Nach einer kurzen Ansprache schauten wir uns die, zum Unesco-Weltkulturerbe gehörenden, Mosaiken aus der Zeit der Umayyaden an.

Über die Straße der Könige ging es weiter gen Süden und schon bald tat sich vor uns urplötzlich die gewaltige Schlucht des Wadi Mujib auf. Von der Hochebene in 900m Höhe reicht der Grand Canyon Jordaniens bis an das Tote Meer hinunter und auf einer verschlungenen Straße durchquerten wir das imposante Tal.

In Kerak besichtigten wir nachmittags schließlich die wuchtige Ruine einer ehemaligen Kreuzritterburg aus dem 12. Jahrhundert, bevor wir mit dem schwindenden Tageslicht über die Wüstenautobahn weiter in Richtung Wadi Musa fuhren. Unser Hotel für nächsten zwei Nächte erreichten wir erst deutlich nach Einbruch der Dunkelheit.

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