Jordanien – Ab in die Wüste, ab ins Wadi Rum…

Am frühen Morgen zogen wir die Vorhänge im Hotelzimmer auf und sahen… …nichts!!! Dichter Nebel hatte sich über die jordanische Hochebene gelegt und immer wieder regnete es. Für uns war das zunächst nicht sonderlich schlimm, denn erst einmal hatten wir eine etwa 2-stündige Busfahrt vor uns.

In südlicher Richtung steuerten wir das Wüstengebiet des Wadi Rum an. Je näher wir unserem Ziel kamen, um so besser wurde das Wetter und als wir schließlich im kleinen Beduinendorf Wadi Rum das Ende der Asphaltstraße erreichten, lugten schon die ersten blauen Felder durch die Wolkendecke.

Hier war dann auch Endstation für unseren Bus und wir stiegen auf die Ladeflächen von drei Pickups um, die uns weiter in die Wüste brachten. Die Quelle des Lawrence von Arabien, dessen Kampf gegen die Osmanen in dieser Gegend stattfand, war unser erstes Ziel.

Vorbei an einer wunderschönen, rot gefärbten Düne ging es weiter zur imposanten Khazali-Schlucht. Nach einer kurzen Kraxelei bestiegen wir noch einmal die Ladeflächen der Jeeps, um gut 2km weiter südlich auf das Begleitteam für unsere Trekking-Tour zu treffen. Die drei Beduinen hatten im Schatten einer Felswand bereits ein Lager für das Mittagessen vorbereitet und wenig später gab es lecker gewürzten Bohneneintopf.

Frisch gestärkt begannen wir dann schließlich unseren Marsch durch die Wüste. Es hatte in diesem Winter bereits erste Niederschläge gegeben und so ragte neben vertrockneten Gräsern hier und da auch mal ein kleiner grüner Trieb ganz vorsichtig aus dem sandigen Boden.

Beherrscht wurde das Panorama von den wuchtigen, oft wild zerklüfteten, aus Sandstein und Granit bestehenden Felsformationen. Ihre Oberfläche sah manchmal aus, als hätte man gigantische Kübel mit zähem Karamell über ihnen ausgegossen. Die tiefstehende Wintersonne tauchte dabei das ganze Szenario in ein wunderbar warmes Licht. Hinter jeder Ecke gab es ein neues Gänsehautpanorama zu entdecken.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir unser Nachtlager. Unter einer überhängenden Felswand hatten die Beduinen bereits die Zelte aufgebaut. Am Lagerfeuer sitzend genossen wir später das Abendessen und ein klarer Nachthimmel mit unglaublicher Sternenpracht rundete den Tag perfekt ab.

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