RBW#2.1 – Schrei vor Glück – Von Andernach bis Winningen

Der Abschnitt von Andernach bis Rhens fehlte uns noch auf dem Rheinburgenweg und die erste Hälfte davon wollten wir an diesem Wochenende erwandern.

Unser Auto ließen wir daher gegen Mittag in der Nähe des Andernacher Bahnhofs zurück und auf dem Zubringer zum Rheinburgenweg ging es bei heiterem Wetter langsam aber stetig bergan hinaus aus der Stadt.

Bald schon schwenkte der Weg in südöstliche Richtung und wir hatten einen weiten Ausblick über das Neuwieder Becken – damit verbunden aber auch die Sicht auf ausgedehnte urbane Gebiete und viel Industrie.

Nach der Durchquerung weiter landwirtschaftlich genutzter Flächen wurde die Landschaft mit zunehmender Annäherung an unser Tagesziel Bassenheim allerdings langsam vielfältiger und kleine Wälder wechselten sich mit Acker- und Obstbauflächen ab.

In Bassenheim angekommen, galt es abends dann erst einmal die elementare Grundversorgung sicherzustellen, denn das Restaurant in unserem Hotel hatte an Wochenenden (!) geschlossen. Immerhin konnten wir in der Nähe in einem guten türkischen Imbiss ein leckeres Adana Kebap ergattern, doch zum gemütlichen Ausklingen des Tages lud die Lokalität nicht gerade ein.

Unter Einbeziehung der einheimischen Bevölkerung gelang es uns schließlich noch, eine Kneipe aufzutun, in der wir als einzige (!) Gäste noch ein Tagesabschlussbierchen zischen konnten. Beim Wertungsfaktor ‚Abendliche Freizeitgestaltung‘ hat Bassenheim also noch ein klein wenig Luft nach oben.

Bei unverändert freundlichem Wetter ging es dann am Sonntag weiter in Richtung Winningen.

Kurz nach Etappenbeginn schoben wir dabei einen Abstecher zum Karmelenberg ein. Eine alte Allee führte uns zu einem noch viel älteren Eifelvulkan, auf dessen Kuppe eine kleine Kapelle angesiedelt ist. In einem kleinen Bogen gelangten wir schließlich in den ehemaligen Vulkankrater, wo sich einige Informationstafeln zur geologischen Geschichte der Region befanden.

Weiter auf dem Rheinburgenweg unterwegs steuerten wir langsam auf die Mosel zu, doch bevor wir sie letztlich erreichten, bog der Weg steil bergan nach links ab. Auf der Höhe angekommen wurden wir mit einem tollen Blick ins Moseltal belohnt.

Wenig später kreuzte der Pfad die Raststätte Moseltal an der A61 und von dort ging es durch die Weinberge zum Bahnhof Winningen, von wo wir mit dem Zug über Koblenz zurück nach Andernach fuhren.

Streckenlänge: ca. 36,5 km und 870 Höhenmeter

Rheinburgenweg #2 – Schrei vor Glück oder geh zurück

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