Rumänien Tag 4 – Strunga-Sattel, Moeciu de Sus und Castel Bran

Auch in der vergangenen Nacht war es ruhig geblieben. Die Wirtin der Salvamont Hütte hatte uns berichtet, dass nachts regelmäßig Bären versuchen würden, die vergitterten Abfallbehälter zu plündern, doch die Haushunde schlugen nicht an und es war uns kein nächtlicher Blick auf die hier gar nicht so seltenen Pelztiere vergönnt.

Am Morgen schnappten wir nach einer herzlichen Verabschiedung unsere Rucksäcke und begannen den Aufstieg zum Strunga-Sattel auf gut 1900 Metern Höhe. Leider sorgten dort oben tief hängende Wolken für dichten Nebel, ungemütliches Wetter und null Sicht. Nur ein böse bellender Schäferhund kam aus dem Nebel auf uns zugelaufen, um seine Herde zu beschützen.

Auch auf der anderen Seite des Sattels war das Wetter nicht besser, so dass wir uns statt des Hangwegs für den direkten Abstieg durch den Wald entschieden. Sicht hätten wir eh nicht gehabt und so waren wir zumindest recht flott wieder aus den Wolken heraus.

Unten im Tal hatten die starken Regenfälle der letzten Wochen stellenweise den Wanderweg weggespült, so dass wir streckenweise eher im als neben dem Bachbett unterwegs waren, doch schließlich erreichten wir einen Fahrweg, auf dem wir gemütlich Richtung Moieciu de Sus weitergingen.

Nach ein paar Kilometern trafen wir auf unseren Kleinbus, der uns zunächst nach Bran brachte. Das gleichnamige Schloss, dass selbstbewusst als Draculaschloss verkauft wird, sorgte für einen wahren Massenauflauf, auch wenn uns versichert wurde, dass hier üblicherweise noch viel mehr Betrieb herrschen würde.

Dabei handelt es sich bei dem Schloss aus dem Dracula-Roman um ein reines Fantasieprodukt und das Schloss Bran wird einfach nur geschickt vermarktet, weil es ja im Prinzip so gut in die Geschichte gepasst hätte.

Nach der Schlossbesichtigung fuhren wir weiter zum nächsten Übernachtungziel, einer kleinen Pension im Dörfchen Magura, das auf den letzten Kilometern nur über eine serpentinenreiche Schotterpiste zu erreichen war.

Streckenlänge Wanderung ca. 8,3 km und +460/-830 Höhenmeter

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Wanderung – Transfer

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