Nepal Tag 4 – Tagestour mit Annapurna-Blick

Der Wecker klingelt, man zieht die Vorhänge auf und blickt auf das schneebedeckte Annapurna-Massiv, das von der strahlenden Morgensonne zum Leuchten gebracht wird – es gibt wahrlich schlechtere Ausblicke, mit denen man einen neuen Tag beginnen könnte. Dann noch ein gutes Frühstück und schon ist man bereit für eine tolle Wanderung.

Von unserer auf knapp 1500m Höhe gelegenen Unterkunft wollten wir zunächst auf einem schmalen Pfad in das Tal des Mardi Kohla Flusses absteigen. Der Weg führte vorbei an kleinen bäuerlich geprägten Siedlungen und gewährte einen Einblick in das bescheidene Leben der Landbevölkerung.

Mit einem durchschnittlichen jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von etwa 600 Euro zählt Nepal zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Das Einkommen der Menschen in der von uns durchwanderten, schwer zu bewirtschaftenden Mittelgebirgsregion dürfte allerdings noch einmal deutlich niedriger liegen. Landflucht unter der jungen Bevölkerung ist die Folge, doch es gibt hier auch Menschen, die auf Wander- bzw. Ökotourismus als einen der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Nepals setzen.

Auch die von uns bewohnte und von einem Japaner erbaute Hananoie-Lodge wird nach ökologischen Gesichtpunkten bewirtschaftet und viele der verwendeten Produkte stammen aus dem angegliederten landwirtschaftlichen Betrieb.

Durch terrassierte Reis- und Hirsefelder erreichten wir schließlich am späten Vormittag den Talgrund, dem wir ein Stück flussaufwärts folgten, wo wir bald erste Bekanntschaft mit einer der Hängebrücken machten, die wir später im Everest-Gebiet noch deutlich zahlreicher antreffen sollten. Die Bewohner dieser Region begegneten uns stets freundlich und offen und sofern sie ein paar Brocken Englisch oder sogar Deutsch sprachen, gab es schnell mal ein kurzes, nettes Gespräch.

Wir setzten unseren Weg bergan fort, bis wir auf der anderen Seite des Hügelzugs weit in das Tal Richtung Pokhara blicken konnten. Zurück in der Lodge ließen wir den Tag gemütlich auf der Terrasse ausklingen, den Blick immer wieder in die Ferne gerichtet, wo die langsam untergehende Sonne mal wieder ein wunderbares Farbenspiel auf die Gipfel von Annapurna und Co. zauberte.

Streckenlänge der Wanderung ca. 8,8 km und +/-480 Höhenmeter

Wanderung

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