RBW#2.2 – Schrei vor Glück – Von Andernach bis Winningen

Kurz vor dem Jahresende stand der zweite Teil der uns noch fehlenden Rheinburgenweg-Etappe auf dem Programm.

Am Donnerstag starteten wir daher in Richtung Koblenz, wobei wir im Siebengebirge eine kleine Wanderpause einlegten, um einem uralten Geocache auf dem Gipfel des Himmerichs einen kurzen Besuch abzustatten. Abends folgte in Koblenz ein Spaziergang entlang des Rheins und ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. Das allgemeine Flair und das Essensangebot konnten nicht unbedingt überzeugen, die Rebsorten-Glühweine (u.a. Chardonnay und Merlot) brachten den Markt in der Wertungstabelle allerdings wieder ziemlich weit nach vorne.

Bei trübem Wetter begann freitags die Wanderfortsetzung in Winningen und zwar direkt mit einem ordentlichen Anstieg hinauf in die Weinberge. In Güls wechselten wir parallel zur Eisenbahnbrücke die Moselseite und anschließend ging es hoch in den ausgedehnten Koblenzer Stadtwald, wobei es zunächst immer wieder diesige Ausblicke auf die Mosel gab.

Bei Remstecken verließen wir zunächst den Rheinburgenweg und schweiften ab nach Waldesch, wo wir ein Zimmer für die Nacht gebucht hatten.

Am nächsten Morgen sahen wir die weitere Wanderung anfangs stark gefährdet, denn im Bereich von Remstecken hatte sich die gesamte Jägerschaft der Umgebung zu einer Treibjagd versammelt. Zum Glück bildete der Rheinburgenweg aber genau die Grenze des Jagdgebiets, so dass wir an den schussbereiten Jägern vorbei in Richtung Rittersturz weitergehen konnten. Dort wartete allerdings schon die nächste Absperrung auf uns, denn anscheinend ist der Abhang dort derart bröselig, dass man nicht mehr bis ans Geländer gehen darf. Bei dem trüben Wetter war das allerdings auch nicht so schlimm.

Entlang des Rheins wendete sich der Weg dann nach Süden. Es gab inzwischen ein paar Wolkenlücken und einige nette Ausblicke ins Tal, als kurz hinter Schloss Stolzenfels noch ein langgezogener Schlussanstieg auf uns wartete. Oben angekommen ließ sich endlich die Sonne blicken und gemütlich ging es schließlich hinab nach Rhens, wo wir nach mehreren Jahren nun das Projekt Rheinburgenweg zu den Akten legen konnten.

Streckenlänge: ca. 31,6 km und +735/-845 Höhenmeter

Rheinburgenweg #2 – Schrei vor Glück oder geh zurück

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*