RBW#3 – Wandern Deluxe – Von Rhens bis Oberwesel

Uns stand mal wieder ein verlängertes Wochenende zur Verfügung und der eigentlich geplante Ausflug nach Hamburg fiel aus mehreren Gründen flach. Wir suchten gerade nach einer vernünftigen Alternative, als uns eine frisch eintrudelnde Email jeglicher Auswahlmöglichkeiten beraubte und verlockend wie die Loreley an den Rhein rief. Unsere Lieblings-Cacheleger ‚Homer Jay‘ hatten einen neuen Cache am Rheinburgenweg platziert und die Wettervorhersage versprach ideale Bedingungen für ein Wanderwochenende.

Also buchten wir kurzentschlossen ein Hotel im Bopparder Stadtteil Bad Salzig und machten uns am Freitag Nachmittag auf den Weg nach Rheinland-Pfalz. Wie üblich bremste uns ein Stau auf dem Kölner Ring ziemlich aus und so blieb an diesem Tag nur noch Zeit für einen kleinen Spaziergang durch den Ort und am Rheinufer entlang.

Am Samstag ging es dann mit der Bahn nach Rhens und auf den ersten Abschnitt einer tollen Wanderung. Der erste Anstieg war schnell gemeistert und der Rheinburgenweg verlief zunächst sanft über bewaldete Höhen. Doch nach einigen Kilometern erreichten wir die heutigen Höhepunkte – den Vierseenblick und das Gedeonseck. Am Vierseenblick wird die Sicht auf den Rhein durch mehrere Hügel so abgeschirmt, dass man den Fluss in vier separaten Abschnitten sieht und vom Gedeonseck hat man einen fantastischen Blick auf die Rheinschleife bei Boppard. Unter einem Sessellift stiegen wir in den Ort ab und nach einem Stück entlang der betriebsamen Uferpromenade ging es wieder über die viel ruhigeren Rheinhöhen zurück nach Bad Salzig.

Der Sonntag sollte deutlich anstrengender werden, denn die Steigungen wurden knackiger und die Wege schmaler. Immer wieder gab es tolle Ausblicke auf die ‚feindlichen Brüder‚ (die Burgen Sterrenberg und Liebenstein), auf Weinberge und Wälder und später auf die Burgen Maus und Katz (ja, die heißen wirlich so). Kurz vor St. Goar – dem heutigen Etappenziel – verlief der Weg steil hinab durch die Weinberge, um uns schließlich über Burg Rheinfels in den Ort und zum Bahnhof zu führen.

Der Montag sollte dann nochmal ein paar Leckerbissen bereithalten. Von St. Goar stiegen wir auf in Richtung Loreleyblick. Den berühmten Felsen hatten wir ja schon mehrfach besucht, aus einer schöneren Perspektive als von den linken Rheinhöhen hatten wir ihn allerdings noch nicht gesehen. Auf der anderen Rheinseite konnten wir immer wieder Wegabschnitte des Rheinsteigs erspähen, den wir ja schon komplett abgelaufen sind. Der letzte Höhepunkt war dann kurz vor unserem Ziel der Oelsbergsteig. Dieser Steig wurde angelegt um zu zeigen, welche Strapazen die Winzer seit Jahrhunderten auf sich nehmen, um in den Steillagen Weinbau zu betreiben. Durch Weinberge und felsiges Gelände führt der Rheinburgenweg hier über Trittbügel und Leitern hinunter nach Oberwesel.

Nach diesem tollen Wochenende bei idealem Wanderwetter steht für uns fest, dass wir auch noch die übrigen Abschnitte des Rheinburgenwegs gehen wollen, steht dieser doch in Punkto Landschaft und Wegführung dem deutlich bekannteren Rheinsteig in nichts nach.

Streckenlänge: ca. 43 km und 1300 Höhenmeter

Rheinburgenweg #3 – Wandern Deluxe

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