Marokko: Kameltrekking durchs Erg Chebbi

Pünktlich wie ein Uhrwerk rissen uns die Kamele aus dem Reich der Träume.

Die kaum mögliche Körperpflege war in Windeseile erledigt und die immer sandiger werdenden Klamotten wurden in kürzester Zeit routiniert verstaut. Das für Wüstenverhältnisse üppige Frühstück sorgte für einen guten Start in den Tag.

Überhaupt war es immer wieder beeindruckend, wie schnell die Begleitmannschaft mit einfachsten Mitteln schmackhafte traditionelle Gerichte auf den Tisch bzw. die Decke zauberte.

Wieder einmal erlebten wir einen krassen Wechsel des Landschaftsbildes. Wir ließen die Sanddünen hinter uns und betraten die weiten Ebenen der Steinwüste. Wohin man auch blickte sah man kilometerweit eine grau-schwarze, mit faustgroßen Steinen übersäte, eintönige Fläche. Nur in weiter Ferne konnte man ein paar Felsen und Hügel erahnen.

Die Steine in dieser Gegend verdienten aber eine gewisse Beachtung, fand man doch immer wieder interessante Fossilien und Versteinerungen.

Die Wanderung in dieser absoluten Kargheit hatte fast schon etwas spirituelles. Um der Mittagshitze zu entgehen gab es eine ausgiebige Siesta im Schatten eines Berberzeltes.

Nach etwa 20 Kilometern erreichten wir abends am Fuße einiger Felsen wieder sandigeres Gelände, wo wir dann auch das letzte Nachtlagen aufschlugen und kurz darauf mit Berberkaffee und frischem Gebäck verwöhnt wurden.

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