Kappadokien – Durch die Ihlara-Schlucht

Dicke Wolken hatten die Sonne verscheucht und tauchten die Feenkamine in der Hotelumgebung in tristes Grau. Während der gut 90-minütigen Busfahrt zum Startpunkt der heutigen Wanderung hatten die Scheibenwischer mehr zu tun, als uns lieb war.

Doch gerade als wir das Ihlara-Tal erreichten, hörte der Regen auf und erste blaue Felder ließen sich blicken. Die bis zu 150 Meter hohen Felsen in der Ihlara-Schlucht bestehen zum größten Teil aus hartem Basalt, so dass hier weniger sanfte Auswaschungen, als vielmehr grobe Steilabbrüche zu sehen sind.

Trotzdem sind auch diesem Tal zahlreiche Felsenkirchen und Höhlenbauten in das Gestein geschlagen worden. Wie ein grünes Band zieht sich die Vegetation rechts und links eines kleinen Flusses durch die Schlucht, die wir ab dem Ort Ihlara durchwanderten.

Auf halber Strecke, bei Belisirma, luden einige kleine Cafes und Restaurants am und teilweise sogar im Fluss zu einer kleinen Pause ein, bevor sich unsere Gruppe auf den zweiten Teil der 15 Kilometer langen Wanderung machte. Die Landschaft erinnerte immer wieder an Karl Mays ‚Wildes Kurdistan‘ und während auf dem ersten Abschnitt stellenweise recht viel Betrieb herrschte, hatten wir im unteren Teil das Tal ganz für uns alleine.

Beim Örtchen Selime wartete Abdullah mit dem Bus auf uns und bevor es wieder zurück zum Hotel ging, fuhren wir noch kurz den Kratersee Acıgöl an. Die Thermalquellen rund um den See sind noch immer aktiv, auch wenn der letzte Vulkanausbruch in der Region schon ein paar tausend Jahre zurückliegt.

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