Madeira: Funchal – die Hauptstadt Madeiras

Spricht es jetzt eher gegen Funchal oder eher für die faszinierende Landschaft drumherum, dass wir während unseres Urlaubs noch nicht ein einziges Mal so richtig in der Hauptstadt der Insel waren? Wir wollten es herausfinden und stürzten uns deshalb heute mal ins Stadtgetümmel.

Zunächst gönnten wir uns den wohl bekanntesten Touristenspaß – eine Korbschlittenfahrt. Irgendwie ist es schon ganz witzig in den mit Kufen versehenen Korbsesseln die steilen (ganz normalen) Vorstadtstraßen hinunterzurutschen, ob diese „typische“ Attraktion aber nun wirklich zu jedem Madeira-Besuch dazugehört möge jeder für sich selbst entscheiden.

Ganz und gar daneben war allerdings die Preispolitik der am Ziel der Rutschpartie wartenden Taxis. Wir hatten für die Fahrt ins Stadtzentrum mal so grob mit €8 gerechnet, mussten uns jedoch belehren lassen, dass diese Tour nicht nach Taxameter gefahren, sondern pauschal mit €18 berechnet wird. Auf diesen „Sonderpreis“ konnten wir sehr gut verzichten und nahmen den an gleicher Stelle abfahrenden Stadtbus, der uns vollkommen problemlos für €4,20 in die City brachte.

#870 – 13:40h – GC12RXH – Funchal Walkabout

Unseren Stadtrundgang kombinierten wir mit dem Multi „Funchal Walkabout“. Einfache Aufgaben führten uns an nette Plätze und das Final war an einem lauschigen Ort mit schönem Blick über den Hafen versteckt. Am Hafen gab es zur Stärkung dann „Bolo da Caco“, ein frisches Fladenbrot mit unterschiedlichen Belägen und jeder Menge Knoblauchbutter. Sollte man unbedingt mal probiert haben.

#871 – 14:15h – GC1B428 – Zona-Velha

Diesen Cache unbeobachtet zu loggen dürfte wohl unmöglich sein. Mitten im Restaurant-/Kneipenviertel steht man unweigerlich unter der Beobachtung mehrerer Kellner, die die Passanten in ihre Lokale locken wollen. Der Cache scheint dort aber allgemein bekannt zu sein. Beim Anblick unseres GPSR setzten alle einen verschwörerischen Gesichtsausdruck auf. Als wir uns nach erfolgreichem Fund auf ein Getränk niederließen, wurden wir mit den Worten „Did you find the treasure?“ begrüßt. Es folgte ein kleiner small-talk über Geocaching auf Madeira.

Die Getränkepreise (€1,40 für eine 0,33l Cola) standen hier in erfreulichem Kontrast zur Taxi-Abzocke am Mittag.

Funchal ist alles in allem ein ganz nettes Städtchen ohne aber wirklich richtige Höhepunkte zu bieten. Die wilde Natur auf der Insel ist da schon von einem anderen Kaliber, dennoch sollte man auf einen Besuch der Hauptstadt nicht verzichten.

#872 – 16:20h – GC1A4KX – “Jeez, that’s some dyke (& path)!”

Der letzte Cache unseres Urlaubs sollte uns dann schließlich noch einmal an einen Kiesstrand führen. Allerdings lag dieser am Fuß einer 160 Meter hohen Klippe. Man konnte den Strand entweder über eine steile, schmale Straße erreichen, die je nach Saison wohl auch schon mal gesperrt ist oder über eine Seilbahn. Für den Spottpreis von €2 pro Person (hin und zurück) können wir jetzt von uns behaupten, dass wir schon mal mit der Seilbahn zum Strand gefahren sind.

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