Tadschikistan – Zu den Kulikalon-Seen

Ab dem Artuch-Camp ging es nur noch zu Fuß weiter. Daher schnappten wir uns nach dem Frühstück unsere Tagesrucksäcke, während das restliche Gepäck für die nächsten Tage, unsere Zelte, ein Küchen- und ein Aufenthaltszelt und die übrige Ausrüstung auf mehrere Esel verladen wurden.

Wir starteten zur Wanderung über den Chukarak-Pass, doch leider hatten wir dabei keine Gelegenheit uns ein wenig warmzulaufen, denn direkt hinter dem Camp stieg der Weg steil an. Trotz der angenehmen Temperaturen um die 20°C floss schon bald der Schweiß.

Der Pfad verlief zunächst durch einen lichten Wald. Nach den ersten 250 Höhenmetern erreichten wir eine kleine Ebene, auf der ein See in wunderbaren Türkistönen vor einer grandiosen Bergkulisse schimmerte. Ein kleines Stück weiter oben passierten wir mit etwas Abstand die spartanische Behausung einer Familie, die hier oben im Sommer Weidewirtschaft mit Schafen und Ziegen betreibt. Sofort wurden wir entdeckt und es wurde uns wieder freundlich zugewunken.

Von kleinen Verschnaufpausen abgesehen stiegen wir in herrlichstem Sonnenschein stetig weiter an und erreichten schon bald die Baumgrenze. Die Aussichten auf die umliegenden Drei- und Viertausender und zurück ins Tal wurden immer imposanter.

Gegen Mittag erreichten wir schließlich die Passhöhe mit einem tollen Blick auf die Kulikalon-Seen, unserem Tagesziel. Trotz der Höhe von 3180m war es noch angenehm warm und so schlugen wir an diesem fantastischen Aussichtspunkt unseren Picknickplatz auf.

Nach der ausgiebigen Pause brachte uns ein angenehm zu gehender Pfad ins Tal hinab und nach etwa 45 Minuten erreichten wir den ersten See. Wir nutzten die traumhafte Kulisse für eine erneute Rast ehe es am frühen Nachmittag in leicht welligem Gelände weiter durch das Seengebiet ging.

Kurz von unserem Ziel kamen wir am örtlichen ‚Supermarkt‘ vorbei, einem Zelt, in dem wir uns für den Abend mit Softdrinks und Bier eindeckten. Nur wenig später entdeckten wir in absoluter 5-Sterne-Lage am Ufer eines weiteren Sees bereits das Camp für die Nacht.

Unser Begleitteam hatte mit den Eseln einen leichteren Weg gewählt, die Zelte bereits aufgebaut und einen kleinen Snack vorbereitet. In der restlichen Zeit des Tages genossen wir die tolle Umgebung, den Sonnenuntergang, ein leckeres Abendessen unserer Kochcrew und schließlich das grandiose, mondbeschienene Bergpanorama.

Wanderung von Artuch zu den Kulikalon-Seen

Gesamtstrecke: 9.65 km
Maximale Höhe: 3181 m
Minimale Höhe: 2162 m
Gesamtanstieg: 1145 m
Gesamtabstieg: -431 m

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